Die LMU München zeichnet innovative Lehrkonzepte und studentische Forschungsprojekte aus

Am gestrigen Donnerstag hat die LMU acht Preise im Rahmen des Programms Lehre@LMU vergeben. Der LMU Lehrinnovationspreis würdigt Lehrende, die innovative Lehrkonzepte erarbeiten und umsetzen. Die besten studentischen Forschungsprojekte werden mit dem LMU Forscherpreis für exzellente Studierende prämiert. Die systematische Integration von Forschungs- und Praxisorientierung in die Lehre ist ein Ziel des Programms im Rahmen des Qualitätspakts Lehre. Dazu gehört unter anderem, dass Studierende bereits während des Studiums die Gelegenheit haben, ein Forschungsprojekt weitgehend selbstständig durchzuführen. Die Preise werden von der LMU jährlich vergeben.

LMU Lehrinnovationspreis 2012

Das “MeCuM-SiGma-Team” der Medizinischen Fakultät erhält den LMU Lehrinnovationspreis für sein Lehrangebot “Simulation Gesundheitsmanagement”.

“Simulation Gesundheitsmanagement” ist ein Lehrangebot, das Medizinstudenten einen Blick über den Tellerrand ermöglicht. Sie sollen neben medizinischer Expertise auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen im Gesundheitssystem und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte erlernen. Herausragend bewertet wurde das moderne didaktischen Konzept, die Verwendung einer Vielzahl neuer Medien sowie die starke Praxisorientierung. Zudem kann die Veranstaltung überfakultär und interdisziplinär gestalten werden.

Für den LMU Lehrinnovationspreis gingen elf Vorschläge ein. Der LMU Lehrinnovationspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll zur Verbesserung der Qualität in der Lehre eingesetzt werden. Die Fakultäten der LMU waren aufgefordert, das Konzept eine besonders praxisorientierten und erfolgreichen Lehrveranstaltung einzureichen. Der Preis wird von der Hochschulleitung vergeben. Wichtige Kriterien für die Vergabe sind der Innovationsgehalt der überarbeiteten Lehrveranstaltung, der Modellcharakter der Lehrveranstaltung sowie die Integration neuer Medien.

LMU Forscherpreise für exzellente Studierende 2012

Tanya Reymann (Tierärztliche Fakultät) erhält den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für ihr Projekt “Spielend Lernen. Immunologie leicht gemacht”. Für das Fach Immunologie wurde ein Spiel entwickelt, das spielerisch über verschiedene Frageformen aus allen Themengebieten der Immunologie Wissen vermittelt. Es soll schließlich auf dem Studienportal allen Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Das studentische Konzept wurde ausgewählt, da es über eine sehr originelle didaktische Ausrichtung verfügt.

Yvette Michelfelder (Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften) wird mit dem LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für ihr Projekt “Im ewigen Kreislauf. Differenz, Wiederholung, Simulacrum. Evolutionsbiologische und philosophische Aspekte in René Polleschs Ping Pong d‘Amour” ausgezeichnet. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz in dieser Bachelorarbeit wagt sich die Studentin über tradierte Konzepte und Analysemethoden in der Theaterwissenschaft hinaus. Ein originelles Thema wurde so mit innovativen Methoden behandelt, zudem können interdisziplinäre Anschlussprojekte avisiert werden.

Christina Reimer (Fakultät für Psychologie und Pädagogik) bekommt den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für ihr Projekt “Investigating capacity limitations in visual attention and action selection in a multi-tasking situation using behavioral and psychophysiological methods”. Das Manuskript wurde bereits in einem Fachjournal eingereicht und in Poster-Präsentationen auf Konferenzen vorgestellt. Die Arbeit wurde in einem studentischen Praktikum erstellt, als konzeptionell überzeugend bewertet und erbrachte einen klaren Forschungsertrag.

Felix Bader (Sozialwissenschaftliche Fakultät) erhält den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für sein Projekt “Die Auswirkungen von sozialer Ungleichheit auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine Paneldatenanalyse im internationalen Vergleich”. Die Kombination von historischer und soziologischer Analyse zu einem gesellschaftspolitisch hochrelevanten Thema hat die Jury beeindruckt und stellt eine hohe Eigenleistung dar.

Fabian Gundlach (Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik) bekommt den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für sein Projekt “Brauer-Manin obstructions for sums of two squares and a power”. Die Forschungsarbeit soll demnächst in einer internationalen Fachzeitschrift publiziert werden. Besonders hervorgehoben wurde auch, dass das Projekt bereits sehr früh im Studium durchgeführt wurde.

Laura Sellmer (Fakultät für Chemie und Pharmazie) wurde für ihr Projekt “Salinomycin – A silver bullet against migrating colon cancer cells?” mit dem LMU Forscherpreis für exzellente Studierende ausgezeichnet. Das Projekt stellt eine beeindruckende Forschungsleistung dar und soll demnächst auch publiziert werden. Die Experimente wurden eigenständig durchgeführt und mit großer Motivation umfassend analysiert.

Das iGEM-Team “LMU-Munich” – Julia Bartels, Tamara Cikovic, Franziska Dürr, Jennifer Emenegger, Simon Kelterborn, Korinna Kraft, Jara Radeck (alle Fakultät für Biologie) – erhält den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende für das Projekt “Beadzillus”. Dieser Vorschlag stellt ein herausragendes Projekt dar, das bereits Preise erhalten hat. Das Team hat in seinem Projekt Überdauerungsstadien (sogenannte Endosporen) des Bodenbakteriums Bacillus subtilis zu funktionalen Nanopartikeln umgebaut, welche es ermöglichen, jedwedes Protein spezifisch, fest und funktional an der Oberfläche zu verankern und somit nutzbar zu machen. Herausragend ist insbesondere das erfolgreiche Abschneiden bei einem internationalen Studierenden-Wettbewerb. Positiv wurde außerdem bewertet, dass das Projekt in Teamwork und durch interdisziplinäres Arbeiten entstanden ist.

Für den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende sind 18 Vorschläge bei der Jury eingegangen. Die Preisträger der LMU Forscherpreise für exzellente Studierende erhalten jeweils 1.000 Euro. Die Vergabe erfolgte durch eine Jury, die die Projekte nach den Kriterien erfolgreiche Durchführung des Projektes, Umfang und Originalität des Erkenntnisgewinns sowie Potenzial für Anschlussprojekte bewertete.

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